Außergewöhnliche KfZ-Kosten als Werbungskosten angeben!

Das Finanzgericht Niedersachsen hat jüngst einen Fall entschieden, in dem der Steuerpflichtige Reparaturkosten als Werbungskosten neben der Entfernungspauschale geltend machen wollte. Diese entstanden auf dem Arbeitsweg des Steuerpflichtigen durch eine Falschbetankung.

 Das Finanzgericht hat diese Kosten als Werbungskosten angesehen. Begründet wird die Entscheidung damit, dass Aufwendungen in Zusammenhang mit dem privaten PKW für beruflich Zwecke nur in der Hinsicht durch die Entfernungspauschale abgegolten sind, soweit es voraussehbare Kosten darstellen. Allerdings sind Kosten wie Unfallkosten, die nicht einer solchen Pauschalierung entsprechen, damit nicht abgegolten.

 Die Entscheidung steht im Gegensatz zur bisherigen Rechtsprechung und vorausgegangenem BMF-Schreiben. Der Fall liegt jetzt dem BFH im Rahmen eines Revisionsverfahrens vor. Steuerpflichtige, die derartige Kosten hatten, sollten diese daher zunächst einmal als Werbungskosten geltend machen.

 FG Niedersachsen, Urteil vom 24.04.2013 – 9 K 218/12.