Dienstwagen: Geldwerter Vorteil für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte begrenzt

Wer als Angestellter einen Dienstwagen auch für private Fahrten nutzen darf, hat dafür 1% des Brutto-Listenneupreises pro Monat zu versteuern. Zusätzlich sind 0,03% pro Entfernungskilometer und Monat für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anzusetzen (§ 8 Abs. 2 S. 3 EStG).
Dies ist besonders ärgerlich für Arbeitnehmer, die nicht regelmäßig mit dem Dienstwagen zur Arbeitsstätte fahren (z.B. Außendienstmitarbeiter oder Nutzer von Park & Ride). Denn die Pauschalierung ist berechnet auf 15 (vollständige) Fahrten pro Monat.

Der BFH hat zu Gunsten der Arbeitnehmer jüngst in drei Urteilen entschieden, dass die 0,03%-Regelung nur als Korrekturvorschrift zur Werbungskostenregelung zu sehen ist. Der 0,03%-Aufschlag darf also nur angewandt werden, soweit der Arbeitnehmer den Dienstwagen tatsächlich für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzt hat.
Betroffene sollten daher in jedem Fall prüfen, ob sie von den Entscheidungen profitieren können. (BFH v. 22.9.2010, VI R 54/09, VI R 55/09, VI R 57/09)