„Gelangensbestätigung“ ab April 2012 verbindlich vorgeschrieben

Nach einer vom Bundesministerium der Finanzen eingeräumten Übergangsfrist von drei Monaten ist ab dem 1. April 2012 die Verwendung der sogenannten „Gelangensbestätigung“ zum Nachweis umsatzsteuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen zwingend notwendig. Die bislang geltenden Nachweismöglichkeiten (insbesondere die „weiße Spediteursbescheinigung“) werden dann für umsatzsteuerliche Zwecke nicht mehr anerkannt.

Mit der Gelangensbestätigung muss der Abnehmer der Ware bestätigen, dass die Ware tatsächlich in ein EU-Land verbracht worden ist. Folgende Angaben müssen dabei erfasst werden:

  • Namen und Anschrift des      ausländischen Abnehmers
  • Menge des Gegenstand der      Lieferung und handelsübliche Bezeichnung
  • Tag und Ort des Erhalts des      Gegenstandes im EU-Ausland oder bei Selbsttransport durch den Abnehmer
  • Tag und Ort des Endes der      Beförderung im EU-Ausland
  • Ausstellungsdatum der      Bestätigung
  • Unterschrift des      ausländischen Abnehmers

Falls der Nachweis unvollständig ist, droht dem inländischen exportierenden Unternehmen der Wegfall der Steuerfreiheit. Für Spediteure, die die Ware im Ausland an den Abnehmer übergeben, kann daraus eine Verpflichtung zum Schadenersatz erwachsen, wenn sie die Nachzahlung durch eine ungültige Gelangensbestätigung verschuldet haben.