Investitionsabzug – Keine Verzinsung in Altfällen

Kleinere Unternehmen können für geplante Investitionen ei­nen steuermindernden Investitionsabzugsbetrag bis zu 40 % der Kosten in Anspruch nehmen. Dieser bewirkt eine Steuer­stundung.

Verwirklicht ein Unternehmer die geplante Investition nicht fristgemäß, für die er einen Investitionsabzugsbetrag in An­spruch genommen hat, fällt der Abzugsbetrag rückwirkend weg. Der betreffende Steuerbescheid ist rückwirkend zu ändern. Die  Finanzverwaltung war bisher der Meinung, in diesen Fällen sei für die nachzuzahlende Steuer auch ein Zinszuschlag zu erheben. Der Bundesfinanzhof hat nun an­ders entschieden und eine Verzinsung abgelehnt. Nach der Entscheidung kann eine Zinspflicht normalerweise nicht ent­stehen.

Mit Wirkung ab 2013 ist das Gesetz jedoch geändert und eine Pflicht zur Verzinsung ausdrücklich angeordnet worden. Die Neuregelung gilt erstmals für lnvestitionsabzugsbeträge, die für das Jahr 2013 in Anspruch genommen werden.