Investitionsabzugsbetrag bei Neugründung

Kleine und mittelgroße Betriebe können für in den nächsten drei Jahren geplante Anschaffung oder Herstellung beweg­licher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens einen Investi­tionsabzugsbetrag bis 40 % der Kosten beanspruchen. Hier­durch wird im Ergebnis ein Teil der AfA vorgezogen.

Das Gesetz verlangt, dass der Betriebsinhaber die Investition „voraussichtlich“ tätigen wird. Da dies bei neu gegründeten Be­trieben nur schwer überprüfbar ist, hatte der Bundesfinanzhof für die Inanspruchnahme der früheren Ansparabschreibung eine verbindliche Bestellung der  Anlagegüter bis zum Ende des Geschäftsjahres vorausgesetzt. Die Finanzverwaltung verlangte dies auch für den Investitionsabzugsbetrag nach neuem Recht. Der Bundesfinanzhof hat dies eingeschränkt.

Bei Betrieben in Gründung sei zwar ein strenger Nachweis der Investitionsabsicht zu verlangen. Dazu gehöre aber nicht zwingend eine verbindliche Bestellung. Die Nachweise sind auch in anderer Form zulässig. ln dem entschiedenen Fall, der eine Photovoltaikanlage betraf, hatten ein Kostenvoran­schlag vom Dezember 2007, das endgültige Angebot vom Ja­nuar 2008 und die verbindliche Bestellung vom Februar 2008 vorgelegen. Der Bundesfinanzhof sah dies als ausreichend an. Das Finanzamt hatte demgegenüber den lnvestitionsab­zugsbetrag für das Jahr 2007 mangels  verbindlicher Bestel­lung versagt.