Keine außergewöhnliche Belastung bei Wiederbeschaffung von Möbeln nach Scheidung

Bei einer Scheidung gibt es auch auf steuerlicher Ebene kein happy end. Wird einem Ehepartner auf Grund eines Beschlusses des Familiengerichts die Nutzung der Wohnung vorübergehend dem anderen Ehepartner zugesprochen, so können die Kosten für die Neuanschaffung des Hausrats nicht als außergewöhnliche Belastungen steuermindernd geltend gemacht werden. Dies gilt selbst dann, wenn das Familiengericht einem Ehegatten durch Teilungsanordnung einen Teil der Möbel dauerhaft zuspricht.

Der Bundesfinanzhof begründet seine Entscheidung damit, dass es sich bei den Kosten der Neu- oder Wiederbeschaffung von Möbeln um Folgekosten der Scheidung handele, die nicht als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig seien.