Photovoltaikanlage auf Dachfläche

Der Bundesfinanzhof (ʺBFHʺ) hatte einen Fall zu entscheiden, in dem es um den Betriebsausgabenabzug für eine Photovoltaikanlage ging. In dem Streitfall haben die Eheleute auf dem Dach ihrer an ihr Haus angrenzenden Scheune aus den 1940er Jahren eine Photovoltaikanlage errichtet. In der Scheune lagerte ʺGerümpelʺ sowie alte Strohvorräte.
Die Eheleute sanierten das Dach der Scheune und erneuerten die Dacheindeckung, die Dachrinne, die Fallrohre und ließen die Dachsparren verstärken. U. a. diese Kosten machten sie in der Steuererklärung als Betriebsausgaben geltend. Das Finanzamt lehnte einen entsprechenden Betriebsausgabenabzug ab.
Als Betriebsausgaben können grundsätzlich auch Aufwendungen abgezogen werden, die durch die betrieblich veranlasste Nutzung von eigenen betriebsfremden Wirtschaftsgütern entstehen. Dazu muss die Scheune zunächst Betriebsvermögen sein. Die Zuordnung der Scheune oder wesentlicher Teile davon zum Betriebsvermögen scheiterte jedoch, da die Photovoltaikanlage selbst ein Wirtschaftsgut ist. Die Scheune diente aber nach wie vor zumindest auch privaten Zwecken, nämlich der Aufbewahrung von Gegenständen.
Eine teilweise Zuordnung der Scheune zum Betriebsvermögen war in diesem Fall aber auch nicht möglich, da das Scheunendach als wesentlicher konstruktiver Bestandteil der Scheune dieser zugeordnet blieb.
Es lag aber eine betriebliche Mitveranlassung der Dachsanierung vor. Grundsätzlich können gemischt veranlasste Aufwendungen aufgeteilt werden. Hier fehlte es aber an einem geeigneten Aufteilungsmaßstab, weshalb die Aufwendung nicht betrieblich geltend gemacht werden konnten.
Sofern Sie planen eine Photovoltaikanlage zu errichten, empfiehlt sich im Vorfeld einen Steuerberater zu konsultieren. Wir beraten Sie gerne.