Prämien für gesundheitsbewusstes Verhalten mindern nicht den Sonderausgabenabzug

Der Bundesfinanzhof („BFH„) hat mit seiner Entscheidung vom 1. Juni 2016 – X R 17/15 seine Rechtsprechung zur Kostenerstattung der Krankenkassen für gesundheitsbewusstes Verhalten der Krankenversicherten bestätigt.

Basiskrankenversicherungsbeiträge können bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgaben bei der Steuer berücksichtigt werden. Im konkreten Fall verweigerte das Finanzamt dem Krankenversicherten und Steuerpflichtigen den Sonderausgabenabzug bis zu der Höhe in der er Bonusleistungen seiner Krankenkasse in Anspruch genommen hatte. Das Bonusprogramm der Krankenkasse war so aufgebaut, dass der Krankenversicherte, der bestimmte kostenfreie Vorsorgemaßnahmen in Anspruch genommen hatte einen Zuschuss von bis zu EUR 150,00 jährlich für die von dem Krankenversicherten privat finanzierten Gesundheitsmaßnahmen erhielt.

Nach der Entscheidung des BFH sind die Zuschüsse in Höhe von bis zu EUR 150,00 nicht auf die als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeiträge anzurechnen. Der Sonderausgabenabzug wurde daher in der beantragten Höhe gewährt.

Sofern Ihr Finanzamt ebenfalls vermeintliche Zuschüsse der Krankenkassen von den Sonderausgaben abgezogen hat, beraten wir Sie gerne.