Rechtsprechungsänderung häusliches Arbeitszimmer

Der Bundesfinanzhof („BFH„) änderte seine Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer.

Nach § 9 Abs. 5 S. 1 i. V. m. § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6 b Einkommensteuergesetz („EStG„) können die angefallenen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmers bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 1.250,00 steuermindernd geltend gemacht werden, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Diese Beschränkung gilt der Vorschrift nach nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildet.

Sofern die übrigen Voraussetzungen des § 9 Abs. 5 S. 1 i. V. m. § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6 b EStG vorlagen, entschied der BFH bislang, dass die Grenze von EUR 1.250,00 objektbezogen ist. Danach konnten z. B. die Aufwendungen für ein gemeinsam genutztes Arbeitszimmer bei Eheleuten nur einmal in Höhe von EUR 1.250,00 geltend gemacht werden.

Nun entschied der BFH, dass der Höchstbetrag von EUR 1.250,00 von jedem Ehepartner geltend gemacht werden kann, wenn die übrigen Voraussetzungen vorliegen, wie z. B. tatsächliche Nutzungsmöglichkeit des Arbeitsplatzes, nahezu ausschließliche Nutzung als Arbeitszimmer, Tragung der Aufwendungen usw.

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