Rente, Riester, Rürup

Unabhängig von der politischen Diskussion um die Rente mit 63 bleibt derzeit nach geltendem Recht das Ziel bestehen, kontinuierlich das Renteneintrittsalter 67 Jahre zu erhöhen. Das Renteneintrittsalter steigt jährlich um ein bzw. zwei Monate, bis die ersten Jahrgänge (Geburtsjahr ab 1964) eine Lebensarbeitszeit von 67 Jahren erreichen. Eine weitere Abmilderung bilden die Altersentlastungsbeträge nach § 24a EStG, die sich allerdings seit deren Einführung 2005 von EUR 1.900 bis 2040 auf EUR 0,00 absenken werden. Steuerpflichte ab 65 können diesen Betrag von Einkünften absetzen, die keine Rentenbezüge sind. Soweit neben der Rente andere Einkünfte bezogen werden, bleiben diese in Höhe des Altersentlastungsbetrags steuerfrei. Für den Jahrgang, der einen derartigen Anspruch 2014 erstmalig erwirbt, also für die 2013 64 Jahre alten Steuerpflichtigen, bleiben andere Einkünfte außer Renten in Höhe von 25,6% dieser Einkünfte steuerfrei, höchstens jedoch maximal EUR 1.216.

Die Ausgestaltung der Rente nach Riester und Rürup verändert sich ebenfalls zum Jahresbeginn. So wird die steuerliche Förderung privater Altersversorge ausgebaut, allerdings steigt auch der steuerpflichtige Anteil der Rente. Rentner, deren Rentenbeginn in das Jahr 2013 fiel, müssen zukünftig stets 66% der bezogenen Rente versteuern. Für Rentner ab 2014 sind es zukünftig 68% gemäß § 22 EStG. Dieser Prozentsatz steigt stetig an. Rentner ab dem Jahr 2040 müssen schließlich die gesamte Rente versteuern (100%). Im Gegenzug erhöht sich kontinuierlich der Anteil an Beitragsleistungen, die als Sonderausgaben abgesetzt werden können.

Im Rahmen der Riester-Rente ist es ab dem 1. Januar 2014 bei der Eigenheimrente („Wohn-Riester“) jederzeit möglich, das angesparte Kapital jederzeit zu entnehmen. Diese Änderung erfolgte durch das 2013 beschlossene und zum 1. Januar 2014 in Kraft getretene Altvorsorge-Verbesserungsgesetz. Vorher war mit einer Entnahme in den meisten Fällen der Verlust der staatlichen Förderung verbunden. Voraussetzung für eine verlustfreie Auszahlung ist jedoch der Kapitaleinsatz für selbstgenutztes Wohneigentum. Die klassische Riester-Rente ist zudem seit Jahresbeginn auch zum Schutz vor Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung sowie der Absicherung der Hinterbliebenen einsetzbar. Die Steuerbefreiung beträgt maximal EUR 2.100,00 pro Jahr gemäß § 10a EStG.

Neben der Riester-Rente hat die deutsche Rentenlandschaft die „Rürup-Rente“ hervorgebracht. Dieses Rentenmodell richtet sich in erster Linie an Selbständige. Wer einen solchen Rentenvertrag gegen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung abgeschlossen hat, kann 2014 gemäß § 10 Abs. 3 S. 1 bis S. 6 bis 78% der Einzahlungen vom steuerpflichtigen Einkommen absetzten, maximal jedoch EUR 20.000.